Wenn du den Verstand verlierst,
finde deinen Körper.
Meine Geschichte.

Wie ich zu somatischer Arbeit gefunden habe.
Vor einigen Jahren wurde mein Sohn lebensbedrohlich krank. Was folgte, waren Krankenhaus, Intensivstation und Tage und Monate, an die ich mich noch heute an jede Sekunde zurückerinnere. Als wäre ich plötzlich in einem Horrorfilm aufgewacht. Heute ist er kerngesund, und dafür bin ich jeden einzelnen Tag dankbar. Meine beiden anderen Kinder hatten in dieser Zeit eine Mama, die nur noch funktioniert hat.
Aber diese Geschichte ist nicht die Geschichte meiner Kinder. Es ist meine. Denn als mein Sohn wieder gesund war und das Leben in die Normalität zurückkam, passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Monatelang hatte ich funktioniert, weil ich keine andere Wahl hatte. Und genau dann, als endlich alles gut war, hat es mich erwischt. Mit voller Wucht.
Ich fühlte mich wie betäubt. Da war kein Leid, aber auch keine Freude. Ein komisches Gefühl. Ich konnte nicht weinen. Und tief drinnen dieser Vorwurf: Was stimmt nicht mit mir? Wo bleibt deine Dankbarkeit? Es ist doch alles gut ausgegangen. Diese Fragen haben mich lange begleitet.
Was geholfen hat.
Ich habe viele Dinge ausprobiert. Meditation, Bücher, Dankbarkeit. Und bin irgendwann bei somatischen Übungen gelandet. Die haben mein Leben verändert. Keine Analyse. Kein Reden. Kein Optimieren. Sondern kleine Bewegungen, die etwas in mir verschoben haben, das ich mit Worten nie erreicht hätte.
Schon nach der ersten Übung war da etwas. Ein Entspanntsein, das ich lange nicht mehr gespürt hatte. Ich wollte mehr davon. Seit 2023 gehören diese Übungen zu meinem Alltag, in ruhigen Phasen und in turbulenten.
Und ich wollte es weitergeben. Deshalb mache ich gerade die Ausbildung zur somatischen Trainerin bei Liz Tenuto, The Workout Witch. Abschluss: Oktober 2026. Nicht, weil ich eine neue Karriere brauche, sondern weil ich weiß: Was mir geholfen hat, kann auch dir helfen.
Was ich heute weiß.
Ein stressfreies Leben gibt es nicht. Und ich glaube nicht mehr, dass das das Ziel sein sollte. Was zählt, ist das Gegenteil von Funktionieren: auch mitten im Chaos wieder landen können. Spüren, dass man da ist. Den Körper nicht als Gegner erleben, sondern als den direktesten Weg zurück zu sich selbst.
Ein reguliertes Nervensystem verändert vieles. Nur wer nicht im Kampf-oder-Flucht-Modus steckt, kann die eigenen Träume, Wünsche und Ideen auch verwirklichen. Einem Nervensystem im Überlebensmodus hilft auch kein positives Denken mehr. Das habe ich selbst gelernt.
Ich arbeite mit Mamas. Weil ich eine bin, dreifach, und weil ich weiß, wie es sich anfühlt, für alle da zu sein und sich selbst dabei zu vergessen. Liebe, Fürsorge und Hingabe können wir. Nur bei einem Menschen vergessen wir sie oft: bei uns selbst.
Ich bin überzeugt: Das schönste Geschenk, das du deinen Kindern machen kannst, ist eine glückliche Mama. Nicht eine perfekte. Eine, die bei sich ist.
Falls du als Mann oder als Frau ohne Kinder hier gelandet bist: Du bist genauso willkommen. Stress macht keine Unterschiede.
Und sonst?
Wenn meine Kinder mich beschreiben müssten, würden sie sagen: „Mama ist lustig.“ Diese Leichtigkeit gehört zu mir, und ich bringe sie bewusst in meine Arbeit. Weil ich glaube, dass Veränderung nicht immer schwer sein muss. Manchmal beginnt sie mit einer kleinen Bewegung. Und manchmal mit einem Lachen.
Ich freu mich darauf, dich kennenzulernen.
Nina
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